Kleine Pastakunde

 

Die Italiener behaupten, Pasta wäre nahrhaft und stärkend und mache darüber hinaus auch noch glücklich und zufrieden.

Dem können wir - und sicherlich auch jeder Genießer und Feinschmecker - nur zustimmen!


"Pasta secca" - getrocknete Pasta

Ursprünglich kommt die "Pasta secca" aus Süditalien. Sie ist heute jedoch überall weit verbreitet  und sehr beliebt.

Nach wie vor wird die "Pasta secca", nach dem im Jahre 1547 durch die Zunft der Genueser Pasta-Hersteller beschlossenen Reinheitsgebot, ausschließlich aus hochwertigem Durum-Hartweizengrieß (Pasta di semola di grano duro) und Wasser hergestellt. Durch den Verzicht auf Eier verfügt sie über mehr Bissfestigkeit.

"Pasta secca" kann schnell und einfach zubereitet werden. Sie ist sehr wohlschmeckend, gesund, vielfältig und abwechslungsreich. Und - sie steht frischer Pasta in nichts nach.

Bei der "Pasta secca" unterscheiden wir "Pasta lunga" (Spaghetti, Mafaldine etc.) und "Pasta corta" (Rotini, Casarecce etc.). "Pasta lunga" wird vorzugsweise zu leichteren, flüssigeren Saucen, "Pasta corta" zu etwas grobkörnigeren und festern Saucen gereicht. Die Wahl der entsprechenden Sauce bleibt jedoch der Kreativiät der Köchin bzw. des Kochs vorbehalten.


"Pasta fresca" - frische Pasta 

"Pasta fresca" wird traditionell im Norden von Italien hergestellt. Die Pasta besteht aus vielen Eiern, Mehl, Wasser und Salz. Mit erheblich weniger Eiern findet man sie auch in Mittelitalien. Die "Pasta fresca" im Süden ist grundsätzlich ohne Ei und wird aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt. 

Durch die Zugabe von Ei erhält der Nudelteig eine goldgelbe Farbe und die Konsistenz wird geschmeidiger. 

Hier unterscheiden wir die "Pasta liscia" (glatte und flache Teigwaren) und die "Pasta ripiena" (gefüllte Teigwaren). 

Da "Pasta fresca" durch ihre weiche Beschaffenheit die Saucen sehr gut aufnimmt, wird sie meistens mit gehaltvollen Saucen aus Sahne, Butter und Käse angerichtet. 


"Pasta aromatizzata" - aromatisierte Pasta

Um die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen zu erzielen, werden der "Pasta aromatizzata" z.B. pürierte Kräuter, Gewürze, Spinat, Tomaten etc. beigefügt. 

Hier sind der Phantasie des Pastaherstellers keine Grenzen gesetzt.


Wieviel Pasta?

Richtlinie bei "Pasta fresca": 

60 gr. als Vorspeise, 125 gr. als Hauptgericht

Richtlinie bei "Pasta secca":

90 gr. als Vorspeise, 150 gr. als Hauptgericht

Ein sportlich aktiver Pastafan wird die Menge sicherlich nach oben hin korrigieren!


Pasta kochen 

Kochverhältnis: 100 gr. Pasta, 1 l Wasser, 10 gr. Salz 

In einem großen Topf möglichst weiches Wasser zum Kochen bringen und dem kochenden Wasser Salz beifügen. ("Wie Meerwasser soll es sein" - sagen die Italiener.)

Dann die Pasta hineingeben und bei lebhafter Flamme die auf der Verpackung angegebene Zeit kochen. Zwischendurch mit einem Holzlöffel umrühren und auf Bissfestigkeit testen.

Sobald die Pasta gar, aber noch bissfest (al dente) ist, den Kochvorgang durch Zugabe von etwas kaltem Wasser abbrechen. Abgießen und sofort servieren.

Pasta, die im Sieb zurückbleibt, sollte mit etwas Kochwasser vermengt werden, damit sie nicht verklebt.